Fireside Chat „Neue Karriere“

Neue Karriere

Neue Arbeitsweisen und neue Organisation – das Schlagwort „New Work“ beschäftigt uns seit Jahren. Dass es sich dabei um mehr handelt als einen Kickertisch und eine Kaffeemaschine vor einer bunt angestrichenen Wand, ist mittlerweile Common Sense. Wir haben uns das im Rahmen einer Abendveranstaltung näher angesehen.

Aber abgesehen von agilem Arbeiten, Selbstorganisation und Eigenverantwortung betrifft New Work auch einige ganz zentrale Fragen der persönlichen Entwicklung: wie sieht Karriere aus, wenn es keine Karriereleiter mehr gibt, mit der man Hierarchiestufen hochklettern kann? Wie wird Gehalt verhandelt, wenn wir nur im Team Erfolge feiern? Wie sehen Aufgaben aus, wenn es keine Schubladen mehr gibt, aus denen man Jobdescriptions ziehen kann?

Am 26. September 2019 haben wir von der Ministry Group zu diesen Fragen einen Fireside Chat mit gut 30 Teilnehmern organisiert. Wir freuten uns über Impulse von Conny Dethloff (OTTO), Nadine Nobile (CO:X, „New Pay“) und Antje Kroon (Ministry Group).

Zuerst hat Conny Dethloff uns in seine Sicht auf den Unterschied zwischen komplex und kompliziert, Cynefin und die passenden Reaktionen darauf eingeführt, und gleichzeitig seine ganz persönliche Geschichte erzählt, warum er für sich selbst den Jobtitel abgeschafft und die Rolle „Mensch im Agile Center der otto group“ angenommen hat.

Danach stelle Nadine Nobile die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrer Arbeit am Buch „New Pay“, das sie zusammen mit Sven Franke und Stefanie Hornung geschrieben hat. Spannend für die Teilnehmer war die enorme Bandbreite an Modellen, um Gehalt anders als bisher zu definieren – vom Wunschgehalt über die Gehaltsformel bis zum Einheitsgehalt.

Am Ende nahm uns Antje Kroon mit in ihre eigene Geschichte „(K)eine Karrierefrau“ – sie erzählte uns, wie sich durch die Arbeit bei der Ministry Group ihr früherer Wunsch nach einer „typischen Karriere“ gewandelt hat. Sie zeigte, welchen Anteil New Work daran hatte und appelliert an uns alle, dass wir Karriere neu denken sollten: nicht zuletzt auch, weil damit Antworten auf gesellschaftspolitische Themen wie Gleichberechtigung entstehen können.

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